Der Behringer Brunnen und die Entwicklung
eines unscheinbaren Dorfes zum Heilbad


Die Anfänge (12.-16. Jh.)
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Die Sole, die aus einem alten Bergwerksstollen am Felsenkeller gepumpt wurde, war die Grundlage für die Entwicklung des 1179 erstmals urkundlich erwähnten und bis 1827 noch „kleinen, unansehnlichen und unbekannten“ Dorfes Suderode zu einem aufblühenden Kurort. Erstmals erwähnt wird das „gute Wasser“ in einem Lehnsbrief der Quedlinburger Stiftsäbtissin Hedwig Herzogin von Sachsen im Jahre 1480, in der die auf der Stecklenburg residierenden Herren von Hoym Gebhardt und Jhan von Hoym, Gebrüder zu Slanstedt, Gebhardt und Curdt von Hoym, Gebrüder zu Czillingen, Teile des Suderöder Gebietes „mit Gericht über Hals und Hand mit aller Gerechtigkeit zu lehen erhalten“, wie in der Ortschronik von Rosedore Palme nachzulesen ist.
1532 wird ein Salzbergwerk im Düsteren Tal bei Bad Suderode erwähnt, das später mehrfach verliehen wurde. Das Bergwerk verfiel später und geriet in Vergessenheit.
1532 wird ein Salzbergwerk im Düsteren Tal bei Bad Suderode erwähnt, das später mehrfach verliehen wurde. Das Bergwerk verfiel später und geriet in Vergessenheit.
Beginn des Badebetriebes (20-er Jahre des 19 Jh.)
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In verschiedenen Quellen wird auch von einer Jagdgesellschaft berichtet, die 1820 die versumpfte Quelle entdeckt hätte. Dies ist jedoch nicht bewiesen. Am 28. Mai 1820 taucht das salzige Wasser dagegen verbrieft in einem Schreiben des damaligen Quedlinburger Landrates Schmaling an den „Medicinalrath“ Ziegler wieder auf. Er bat darin, das Wasser einer während der Grenzberichtigung der preußisch-anhaltischen Landesgrenze gefundenen mächtigen Salzquelle zu untersuchen. Ziegler riet nach der Untersuchung von einer Nutzung als Saline ab, da die Sole nur ein Drittel „Küchensalz“, dagegen aber zwei Drittel Kalk enthielt. Gegen eine Nutzung zu Badezwecken hatte er nichts einzuwenden. Der Brunnen wurde gereinigt und eine Saugeinrichtung angebracht. Für den Transport schuf der Oberforstmeister einen Weg.
Bereits 1821 bot der Besitzer einer in Quedlinburg bekannten Badeanstalt das Suderöder Wasser als heilend zu Badezwecken an. Der Förster Nordhausen aus Suderode hatte die Aufsicht über die Abfuhr des Wassers und kassierte ab Juni 1822 dafür. Aus einer Anzeige vom 31. Mai 1823, die Rosedore Palme in ihrer Chronik zitiert, kann auf eine in Suderode existierende Badeanstalt des Försters geschlossen werden. Der Aufenthalt des ersten Kurgastes von Suderode wird 1826 erwähnt.
Der Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg sah in dem ersten Aufstreben des Ortes mit Badekuren eine Gefahr für sein Alexisbad. Er kaufte 1827 die Quelle nebst umliegendem Land und Wald für 1.300 Taler vom preußischen Fiskus und erweiterte seinen Besitz drei Jahre später um einen Teil des früheren Stiftswaldes, der seit 1803 Eigentum des Staates war. Das Wasser schaffte er mit Ochsenkarren nach Alexisbad.
1830 tauchte erstmals die Bezeichnung „Beringer Brunnen“ für die Quelle auf. Als wahrscheinlich gilt die Anlehnung an den Namen eines Vorfahrens der Anhalt-Bernburger. Dieser Beringer soll als sagenhafter Ahnherr des Askanierhauses einst Herrscher des Ostharzes gewesen sein. Möglich ist aber auch die Anlehnung an einen Dr. Böhringer, der das Wasser untersucht haben soll, was jedoch heute nicht nachvollziehbar ist.
Neben Alexisbad profitierte auch Quedlinburg von dem Wasser, das in Fässer gefüllt, auf Karren transportiert und mit Erfolg für die Behandlung von Lähmungserscheinungen, steifen Gliedern und diversen Hauterkrankungen eingesetzt wurde, wie in der Chronik von Bad Suderode berichtet wird. Die Wissenschaft hatte erkannt, dass ohne Kalk kein organisches Leben möglich ist und daß das Chlorcalcium in der Suderöder Sole eine nahezu ideale Kalkzufuhr für den menschlichen Organismus enthielt.
In Bad Suderode richtete der Bruder des Chriurgen Pohle im Gasthof „Zur goldenen Weintraube“ und der Förster Nordhausen in seinem 1828 neu erbauten Gasthaus „Zum heilsamen Brunnen“, das später als Central-Hotel bekannt war, Bademöglichkeiten ein. Die Witwe Beholz konnte am 14. Mai 1834 ihr Bade- und Gasthaus „Zur Beringer Heilquelle“ eröffnen, das zuletzt das Kurhaus Bad Suderodes war und an dessen Stelle heute das Kurzentrum steht. Im Juni 1839 wurde vom Kreis-Chirurgus Lange und Particulier Hartwig das prachtvolle „Neue Beringer Bad“, später als Grauns Hotel oder Bad Suderöder Hof bekannt, eingeweiht. Mit der Einweihung des heute als Victor-Höth-Heim bekannten Hotels Heene 1850 war der für die Kurortentwicklung wichtige Bau von größeren Hotels mit Bademöglichkeiten in Suderode vorerst abgeschlossen.
Bereits 1821 bot der Besitzer einer in Quedlinburg bekannten Badeanstalt das Suderöder Wasser als heilend zu Badezwecken an. Der Förster Nordhausen aus Suderode hatte die Aufsicht über die Abfuhr des Wassers und kassierte ab Juni 1822 dafür. Aus einer Anzeige vom 31. Mai 1823, die Rosedore Palme in ihrer Chronik zitiert, kann auf eine in Suderode existierende Badeanstalt des Försters geschlossen werden. Der Aufenthalt des ersten Kurgastes von Suderode wird 1826 erwähnt.
Der Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg sah in dem ersten Aufstreben des Ortes mit Badekuren eine Gefahr für sein Alexisbad. Er kaufte 1827 die Quelle nebst umliegendem Land und Wald für 1.300 Taler vom preußischen Fiskus und erweiterte seinen Besitz drei Jahre später um einen Teil des früheren Stiftswaldes, der seit 1803 Eigentum des Staates war. Das Wasser schaffte er mit Ochsenkarren nach Alexisbad.
1830 tauchte erstmals die Bezeichnung „Beringer Brunnen“ für die Quelle auf. Als wahrscheinlich gilt die Anlehnung an den Namen eines Vorfahrens der Anhalt-Bernburger. Dieser Beringer soll als sagenhafter Ahnherr des Askanierhauses einst Herrscher des Ostharzes gewesen sein. Möglich ist aber auch die Anlehnung an einen Dr. Böhringer, der das Wasser untersucht haben soll, was jedoch heute nicht nachvollziehbar ist.
Neben Alexisbad profitierte auch Quedlinburg von dem Wasser, das in Fässer gefüllt, auf Karren transportiert und mit Erfolg für die Behandlung von Lähmungserscheinungen, steifen Gliedern und diversen Hauterkrankungen eingesetzt wurde, wie in der Chronik von Bad Suderode berichtet wird. Die Wissenschaft hatte erkannt, dass ohne Kalk kein organisches Leben möglich ist und daß das Chlorcalcium in der Suderöder Sole eine nahezu ideale Kalkzufuhr für den menschlichen Organismus enthielt.
In Bad Suderode richtete der Bruder des Chriurgen Pohle im Gasthof „Zur goldenen Weintraube“ und der Förster Nordhausen in seinem 1828 neu erbauten Gasthaus „Zum heilsamen Brunnen“, das später als Central-Hotel bekannt war, Bademöglichkeiten ein. Die Witwe Beholz konnte am 14. Mai 1834 ihr Bade- und Gasthaus „Zur Beringer Heilquelle“ eröffnen, das zuletzt das Kurhaus Bad Suderodes war und an dessen Stelle heute das Kurzentrum steht. Im Juni 1839 wurde vom Kreis-Chirurgus Lange und Particulier Hartwig das prachtvolle „Neue Beringer Bad“, später als Grauns Hotel oder Bad Suderöder Hof bekannt, eingeweiht. Mit der Einweihung des heute als Victor-Höth-Heim bekannten Hotels Heene 1850 war der für die Kurortentwicklung wichtige Bau von größeren Hotels mit Bademöglichkeiten in Suderode vorerst abgeschlossen.
Erstes Aufblühen des Kurbetriebes in der Gründerzeit
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Die Besitzer der Einrichtungen kauften das Heilwasser bei einem Diener des anhaltischen Herzogs. Erst nach dessen Tod konnte die Gemeinde den Brunnen und das Umland am 14. Dezember 1869 für den zehnfachen Preis zurückkaufen. 1870 baute der Gastwirt Vollmer die Gaststätte am Brunnen, den „Felsenkeller“.
Mit der verkehrstechnischen Erschließung Suderodes, am 1. Juli 1885 wurde die Bahnlinie Quedlinburg-Ballenstedt in Betrieb genommen und 1888 die Kaiser-Wilhelm-Straße als Verbindung nach Friedrichsbrunn gebaut, stieg die Zahl der Sommergäste enorm an. Neue Villen und Pensionen mit Fremdenzimmern wurden gebaut. Eine besondere Kurortarchitektur entstand mit den angebauten Holzbalkonen, auf denen die Sommerfrischler die gute Luft des Harzes genießen konnten. Da die Badeeinrichtungen im Ort dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren, wurde ein lange gehegter Plan verwirklicht. Die Gemeinde baute an der Promenade zum Felsenkeller, hinter dem damaligen Hotel Michaelis ein Badehaus, das 1899 eröffnet wurde. Nach dem Umbau zum Haus der Kurverwaltung und der notwendigen Verkleinerung durch den Kurzentrumneubau ist das alte Badehaus nun wieder ein Schmuckstück im Kurpark. Der Kurpark war 1904 bis zum Lindenrondell erweitert worden. Auch ein neuer Bohrbrunnen wurde unweit des Brunnens am Felsenkeller gesetzt.
Um das zunächst nur zum Baden verwendete Wasser der Calciumquelle auch für Inhalationen nutzbar zu machen, baute die Gemeinde 1911 neben dem Badehaus das Inhalatorium, das 1994 abgerissen wurde. 1913 wertete ein Herr Berlit aus Kassel, der sich mit der Mineralsalztherapie befaßte, die Analyse der Quelle aus und entschloss sich, die Quelle für Trinkkuren auszubeuten. Die Gemeinde verkaufte ihm das Ausbeutungsrecht und in der Folge wurde die Sole in Flaschen versandt.
Am 29. Januar 1914 erhielt die Suderöder Quelle einen speziellen Schutz durch die Ausweisung eines Schutzbezirkes. Der Tag darauf ist für die Geschichte des Ortes von besonderer Bedeutung. Der Regierungspräsident setzte für den Ort Suderode am 30. Januar 1914 als amtliche Schreibweise die Ortsbezeichnung „Bad Suderode“ fest.
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verdankte Bad Suderode die neuen Kuranlagen. Von Februar bis Juni 1934 entstanden der sechssäulige Calciumbrunnen mit seinem Kupferdach, die breite Treppe als Haupteingang zum Kurpark, der Terrassengarten mit der Treppe und einem Musikpavillon sowie zahlreiche Blumenrabatten. In den beiden Weltkriegen wurden die Hotels und Fremdenpensionen in Lazarette umgewandelt.
Mit der verkehrstechnischen Erschließung Suderodes, am 1. Juli 1885 wurde die Bahnlinie Quedlinburg-Ballenstedt in Betrieb genommen und 1888 die Kaiser-Wilhelm-Straße als Verbindung nach Friedrichsbrunn gebaut, stieg die Zahl der Sommergäste enorm an. Neue Villen und Pensionen mit Fremdenzimmern wurden gebaut. Eine besondere Kurortarchitektur entstand mit den angebauten Holzbalkonen, auf denen die Sommerfrischler die gute Luft des Harzes genießen konnten. Da die Badeeinrichtungen im Ort dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren, wurde ein lange gehegter Plan verwirklicht. Die Gemeinde baute an der Promenade zum Felsenkeller, hinter dem damaligen Hotel Michaelis ein Badehaus, das 1899 eröffnet wurde. Nach dem Umbau zum Haus der Kurverwaltung und der notwendigen Verkleinerung durch den Kurzentrumneubau ist das alte Badehaus nun wieder ein Schmuckstück im Kurpark. Der Kurpark war 1904 bis zum Lindenrondell erweitert worden. Auch ein neuer Bohrbrunnen wurde unweit des Brunnens am Felsenkeller gesetzt.
Um das zunächst nur zum Baden verwendete Wasser der Calciumquelle auch für Inhalationen nutzbar zu machen, baute die Gemeinde 1911 neben dem Badehaus das Inhalatorium, das 1994 abgerissen wurde. 1913 wertete ein Herr Berlit aus Kassel, der sich mit der Mineralsalztherapie befaßte, die Analyse der Quelle aus und entschloss sich, die Quelle für Trinkkuren auszubeuten. Die Gemeinde verkaufte ihm das Ausbeutungsrecht und in der Folge wurde die Sole in Flaschen versandt.
Am 29. Januar 1914 erhielt die Suderöder Quelle einen speziellen Schutz durch die Ausweisung eines Schutzbezirkes. Der Tag darauf ist für die Geschichte des Ortes von besonderer Bedeutung. Der Regierungspräsident setzte für den Ort Suderode am 30. Januar 1914 als amtliche Schreibweise die Ortsbezeichnung „Bad Suderode“ fest.
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verdankte Bad Suderode die neuen Kuranlagen. Von Februar bis Juni 1934 entstanden der sechssäulige Calciumbrunnen mit seinem Kupferdach, die breite Treppe als Haupteingang zum Kurpark, der Terrassengarten mit der Treppe und einem Musikpavillon sowie zahlreiche Blumenrabatten. In den beiden Weltkriegen wurden die Hotels und Fremdenpensionen in Lazarette umgewandelt.
Entwicklung während der DDR
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Das Sanatorium wurde 1955 von der Sozialversicherungskasse (SVK) übernommen, schrieb Helene Heuer in ihren Notizen auf, die in der Orts-Chronik nachzulesen sind. 1959 begann der Neubau des Silikose-Sanatoriums (Silikose = Staublungenerkrankung), der 1962 abgeschlossen wurde und 1972 den Namen „Willi Agatz“ erhielt. Während in diesem Neubau Patienten, die an Silikose erkrankt waren, behandelt wurden, sind es im „Victor-Höth-Heim“, im Kurhaus und im „Haus Graun“ Herz-Kreislaufpatienten, notierte Frau Heuer 1973. Zu dieser Zeit war der Behringer Brunnen aufgrund von Verunreinigungen bereits gesperrt. Seit der Sperrung 1970 musste deshalb das Wasser der Thalenser Hubertusquelle für Inhalationen in den Kureinrichtungen genutzt werden, bis diese 1979 ebenfalls gesperrt wurde, erinnerte sich OMR Dr. Wolfgang Kronberg, der langjährige Chefarzt des Sanatoriums in seiner Dokumentation zur Entwicklung der Klinik. Daraufhin wurde das etwas schwächere Wasser des 1924 erbohrten „Alten Bohrbrunnens“ genutzt. 1984 wurde dieses Wasser als natürliches Heilmittel staatlich anerkannt. Bereits 1982 war Bad Suderode ein „Staatlich anerkannter Erholungsort“ geworden.
Das Sanatorium engagierte sich aber auch weiterhin für eine Reaktivierung des Behringer Brunnens. Im April 1987 bildete sich eine „Interessengemeinschaft Behringer Brunnen“. Viele Bürger Bad Suderodes halfen bei den folgenden Bauarbeiten. Der Brunnen wurde gereinigt, das Pumpenhaus erneuert, das Rohrleitungssystem in Handschachtung neu verlegt und der Brunnen instand gesetzt. So konnte der Brunnen am 1. Mai 1988 wieder wie gewohnt genutzt werden. Das Wasser floss nun aus einem Solespender aus Messing, der von Bad Suderöder Bürgern entworfen, angefertigt und verziert wurde.
Das Sanatorium engagierte sich aber auch weiterhin für eine Reaktivierung des Behringer Brunnens. Im April 1987 bildete sich eine „Interessengemeinschaft Behringer Brunnen“. Viele Bürger Bad Suderodes halfen bei den folgenden Bauarbeiten. Der Brunnen wurde gereinigt, das Pumpenhaus erneuert, das Rohrleitungssystem in Handschachtung neu verlegt und der Brunnen instand gesetzt. So konnte der Brunnen am 1. Mai 1988 wieder wie gewohnt genutzt werden. Das Wasser floss nun aus einem Solespender aus Messing, der von Bad Suderöder Bürgern entworfen, angefertigt und verziert wurde.
Bad Suderode im wieder vereinten Deutschland
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Die politische Wende in der DDR brachte nach der Wiedervereinigung auch Bad Suderode entscheidende Veränderungen. Das Sanatorium konnte an die Paracelsus-Kliniken-Gruppe verkauft werden. Die Paracelsus-Harz-Klinik wurde in mehreren Bauabschnitten saniert und erweitert. Bis zum Abschluss der Arbeiten im Mai 1995 investierte die Klinikgruppe aus Osnabrück in Bad Suderode 40 Millionen Mark und verfügt seitdem über 260 Betten für die Behandlung von Patienten, die an Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen leiden. Das Badehaus wurde gleich nach der Wende saniert und verpachtet.
Im Juni 1991 stellte der Bad Harzburger Architekt Heinz Magerkurth erstmals einen Kurortentwicklungsplan für Bad Suderode vor. Er sah den Neubau eines Kurzentrums mit Kurmittelhaus, Kurhaus, Therapiebad, Parkhaus und Verwaltungsgebäude vor. Mit der Realisierung des 64 Millionen Mark teuren Großprojektes der Gemeinde konnte 1993 durch den ersten Spatenstich im Juni begonnen werden. Nach Abrissarbeiten eines Hauses in der Brinkstraße begann der Parkhausneubau, der im Oktober 1994 abgeschlossen wurde.
Um eine größere Schüttung der Calciumsole zu erhalten, waren 1993 zwei Heilwasserbrunnen erbohrt worden. Der Bohrbrunnen oberhalb des Felsenkellers, bei dem die Brunnenbauer in 75 Metern Tiefe fündig wurden, wurde bis zu einer Tiefe von 103 Metern ausgeteuft. Der zuvor 30 Meter tiefe Alte Bohrbrunnen ist bis 149 Meter erweitert worden. Während dem Behringer Brunnen maximal 150 Liter je Stunde entnommen werden konnten, brachten es die beiden anderen Brunnen auf je 1.000 Liter je Stunde. Die Gesamtmineralisation entspricht trotzdem den Werten des Behringer Brunnens. Der alte Schacht des Behringer Brunnens wird heute nicht mehr genutzt. Der Betonsockel des alten Pumpenhauses, unter dem sich der Brunnenschacht befindet, ist noch heute hinter dem Eingang zur Minigolfanlage zu sehen.
Heute fließt in dem kleinen Brunnentempel im Kurpark ebenso wie in der Brunnenhalle im Kurzentrum das Heilwasser der neuen Bohrbrunnen. Auch das Innenbecken des Therapie- und Schwimmbades wird mit dem Heilwasser gespeist. Dieses wird mit Trinkwasser verdünnt, so dass der Heilwasseranteil bei ca. 30 % liegt. Charakterisiert wird das Heilwasser als „Fluoridhaltige Natrium-Calcium-Chlorid-Sole“. Es ist als ortsgebundenes natürliches Heilwasser anerkannt. Es eignet sich zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. der Osteoporose (=Knochendichteschwund oder –abbau), von Herz-Kreislauferkrankungen und Erkrankungen der Atemwege.
Die Einweihung des mit 90%iger Förderung aus EU-, Landes- und Bundesmitteln errichteten Kurzentrums erfolgte am 10. Mai 1996. Die Kurparkanlagen -der Kurpark wurde um den zwischen Rathaus und Ellernstraße gelegenen Kurpark Nord sowie bis hinter das Kurparkrestaurant Felsenkeller als Kurpark Süd erweitert- wurden schrittweise bis 1997 fertiggestellt. Das „Haus im Wald“, die Minigolfanlage am Felsenkeller und der Anbau am Kurparkrestaurant, das ebenso wie die Musikmuschel saniert wurde, konnten noch 1996 übergeben werden. Seit Mitte der 90-er Jahre entstanden auch eine ganze Reihe neuer Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Heute stehen den Gästen insgesamt 750 Betten zur Verfügung.
Am 22. September 2000 wurde Bad Suderode das Prädikat „Calciumsole-Heilbad“ verliehen. Der Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Matthias Gabriel, überreichte im Rahmen einer Festveranstaltung die Urkunde. Das Prädikat setzt neben einer überdurchschnittlich entwickelten Infrastruktur, erfolgreichen Maßnahmen des Lärm- und Umweltschutzes und einem staatlich anerkannten natürlichen Heilmittel des Bodens vor allem Kuranlagen und ein Kurmittelhaus, ein Haus des Gastes mit Bibliothek, Brunnenhalle und Veranstaltungsräumen sowie ein für alle Gäste des Ortes nutzbares Bad und nicht zuletzt ein Heilklima voraus. Das Prädikat als „Qualitätssiegel“ stehe für eine „Spitzenqualität im internationalen Maßstab“, sagte der Minister.
Neben der staatlichen Anerkennung als „Calciumsole-Heilbad“ kann sich Bad Suderode bereits seit dem Frühjahr 2002 auch als ausgewiesener Standort für Kur- und Wellnessaufenthalte präsentieren. Die Expertenkommission der Tourismusoffensive Harz 21 hat das Gütesiegel „GesundHARZ“ an die Gemeinde verliehen. Mehr als 60 Kriterien müssen dauerhaft erfüllt sein. Voraussetzungen für die Verleihung waren unter anderem auch fernöstliche Gesundheitsanwendungen wie Ayurveda und Qi Gong, kosmetische Angebote, verlässliche Öffnungszeiten der Tourist-Information, Angebote für besondere Kostformen, allergikerfreundliche Zimmer, ein Fahrradverleih und vieles andere mehr. „Damit werden die besonderen Anstrengungen des Ortes gewürdigt, seinen Gästen die Themen Gesundheit und Wohlbefinden in all seinen Facetten auf qualitativ hohem Niveau nahe zu bringen.“, betonte der Geschäftsführer des Harzer Verkehrsverbandes, Michael Lücke, anlässlich der Verleihung. Im Ergebnis der obligatorischen Folgeüberprüfungen wurde das Label 2005 und 2007 erneut verliehen.
Nach dem Ende des DB-Fahrbetriebs zwischen Quedlinburg und Aschersleben auf der sogenannten Balkanstrecke, der ehemals ältesten Nebenstrecke im Harz, wurde mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt den Harzer Schmalspurbahnen die Erweiterung ihres Streckennetzes ermöglicht. Neben der Welterbestadt Quedlinburg wurde auch das Calciumsole-Heilbad Bad Suderode an das Netz angeschlossen. Im Juni 2006 wurde der dampfbetriebene Regelzugverkehr ins Selketal, zum Brocken und nach Quedlinburg aufgenommen.
Weil die Qualität der Dienstleistungen im Wettbewerb mit anderen Kurorten und zum Erhalt wie der Steigerung der Kundenzufriedenheit eine immer größere Bedeutung erlangt, hat sich die Kurverwaltung entschlossen, im Kurbetrieb ein Qualitätsmanagement-System einzuführen. Innerhalb eines Pilotprojektes des Deutschen Heilbäderverbandes ist Bad Suderode einer der ersten Kurorte, in dem derzeit die Systematik eines Qualitätsmanagement-Systems mit Prozessbeschreibungen und Therapiestandards zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der angebotenen Leistungen nach den international anerkannten und bewährten Kriterien der DIN EN ISO Norm 9001:2000 eingeführt wird.
Mit kontinuierlichen Investitionen in den Kurbetrieb, etwa in die neu gestaltete Dampfsauna, die Kneippbecken am alten Badehaus oder die vollständig erneuerte Garderobenschrankanlage im Bad und nicht zuletzt mit belebenden Gesundheitsangeboten setzt der Kurbetrieb alles daran, den erreichten Vorsprung für seine Gäste auch zukünftig zu halten.
Im Juni 1991 stellte der Bad Harzburger Architekt Heinz Magerkurth erstmals einen Kurortentwicklungsplan für Bad Suderode vor. Er sah den Neubau eines Kurzentrums mit Kurmittelhaus, Kurhaus, Therapiebad, Parkhaus und Verwaltungsgebäude vor. Mit der Realisierung des 64 Millionen Mark teuren Großprojektes der Gemeinde konnte 1993 durch den ersten Spatenstich im Juni begonnen werden. Nach Abrissarbeiten eines Hauses in der Brinkstraße begann der Parkhausneubau, der im Oktober 1994 abgeschlossen wurde.
Um eine größere Schüttung der Calciumsole zu erhalten, waren 1993 zwei Heilwasserbrunnen erbohrt worden. Der Bohrbrunnen oberhalb des Felsenkellers, bei dem die Brunnenbauer in 75 Metern Tiefe fündig wurden, wurde bis zu einer Tiefe von 103 Metern ausgeteuft. Der zuvor 30 Meter tiefe Alte Bohrbrunnen ist bis 149 Meter erweitert worden. Während dem Behringer Brunnen maximal 150 Liter je Stunde entnommen werden konnten, brachten es die beiden anderen Brunnen auf je 1.000 Liter je Stunde. Die Gesamtmineralisation entspricht trotzdem den Werten des Behringer Brunnens. Der alte Schacht des Behringer Brunnens wird heute nicht mehr genutzt. Der Betonsockel des alten Pumpenhauses, unter dem sich der Brunnenschacht befindet, ist noch heute hinter dem Eingang zur Minigolfanlage zu sehen.
Heute fließt in dem kleinen Brunnentempel im Kurpark ebenso wie in der Brunnenhalle im Kurzentrum das Heilwasser der neuen Bohrbrunnen. Auch das Innenbecken des Therapie- und Schwimmbades wird mit dem Heilwasser gespeist. Dieses wird mit Trinkwasser verdünnt, so dass der Heilwasseranteil bei ca. 30 % liegt. Charakterisiert wird das Heilwasser als „Fluoridhaltige Natrium-Calcium-Chlorid-Sole“. Es ist als ortsgebundenes natürliches Heilwasser anerkannt. Es eignet sich zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. der Osteoporose (=Knochendichteschwund oder –abbau), von Herz-Kreislauferkrankungen und Erkrankungen der Atemwege.
Die Einweihung des mit 90%iger Förderung aus EU-, Landes- und Bundesmitteln errichteten Kurzentrums erfolgte am 10. Mai 1996. Die Kurparkanlagen -der Kurpark wurde um den zwischen Rathaus und Ellernstraße gelegenen Kurpark Nord sowie bis hinter das Kurparkrestaurant Felsenkeller als Kurpark Süd erweitert- wurden schrittweise bis 1997 fertiggestellt. Das „Haus im Wald“, die Minigolfanlage am Felsenkeller und der Anbau am Kurparkrestaurant, das ebenso wie die Musikmuschel saniert wurde, konnten noch 1996 übergeben werden. Seit Mitte der 90-er Jahre entstanden auch eine ganze Reihe neuer Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Heute stehen den Gästen insgesamt 750 Betten zur Verfügung.
Am 22. September 2000 wurde Bad Suderode das Prädikat „Calciumsole-Heilbad“ verliehen. Der Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Matthias Gabriel, überreichte im Rahmen einer Festveranstaltung die Urkunde. Das Prädikat setzt neben einer überdurchschnittlich entwickelten Infrastruktur, erfolgreichen Maßnahmen des Lärm- und Umweltschutzes und einem staatlich anerkannten natürlichen Heilmittel des Bodens vor allem Kuranlagen und ein Kurmittelhaus, ein Haus des Gastes mit Bibliothek, Brunnenhalle und Veranstaltungsräumen sowie ein für alle Gäste des Ortes nutzbares Bad und nicht zuletzt ein Heilklima voraus. Das Prädikat als „Qualitätssiegel“ stehe für eine „Spitzenqualität im internationalen Maßstab“, sagte der Minister.
Neben der staatlichen Anerkennung als „Calciumsole-Heilbad“ kann sich Bad Suderode bereits seit dem Frühjahr 2002 auch als ausgewiesener Standort für Kur- und Wellnessaufenthalte präsentieren. Die Expertenkommission der Tourismusoffensive Harz 21 hat das Gütesiegel „GesundHARZ“ an die Gemeinde verliehen. Mehr als 60 Kriterien müssen dauerhaft erfüllt sein. Voraussetzungen für die Verleihung waren unter anderem auch fernöstliche Gesundheitsanwendungen wie Ayurveda und Qi Gong, kosmetische Angebote, verlässliche Öffnungszeiten der Tourist-Information, Angebote für besondere Kostformen, allergikerfreundliche Zimmer, ein Fahrradverleih und vieles andere mehr. „Damit werden die besonderen Anstrengungen des Ortes gewürdigt, seinen Gästen die Themen Gesundheit und Wohlbefinden in all seinen Facetten auf qualitativ hohem Niveau nahe zu bringen.“, betonte der Geschäftsführer des Harzer Verkehrsverbandes, Michael Lücke, anlässlich der Verleihung. Im Ergebnis der obligatorischen Folgeüberprüfungen wurde das Label 2005 und 2007 erneut verliehen.
Nach dem Ende des DB-Fahrbetriebs zwischen Quedlinburg und Aschersleben auf der sogenannten Balkanstrecke, der ehemals ältesten Nebenstrecke im Harz, wurde mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt den Harzer Schmalspurbahnen die Erweiterung ihres Streckennetzes ermöglicht. Neben der Welterbestadt Quedlinburg wurde auch das Calciumsole-Heilbad Bad Suderode an das Netz angeschlossen. Im Juni 2006 wurde der dampfbetriebene Regelzugverkehr ins Selketal, zum Brocken und nach Quedlinburg aufgenommen.
Weil die Qualität der Dienstleistungen im Wettbewerb mit anderen Kurorten und zum Erhalt wie der Steigerung der Kundenzufriedenheit eine immer größere Bedeutung erlangt, hat sich die Kurverwaltung entschlossen, im Kurbetrieb ein Qualitätsmanagement-System einzuführen. Innerhalb eines Pilotprojektes des Deutschen Heilbäderverbandes ist Bad Suderode einer der ersten Kurorte, in dem derzeit die Systematik eines Qualitätsmanagement-Systems mit Prozessbeschreibungen und Therapiestandards zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der angebotenen Leistungen nach den international anerkannten und bewährten Kriterien der DIN EN ISO Norm 9001:2000 eingeführt wird.
Mit kontinuierlichen Investitionen in den Kurbetrieb, etwa in die neu gestaltete Dampfsauna, die Kneippbecken am alten Badehaus oder die vollständig erneuerte Garderobenschrankanlage im Bad und nicht zuletzt mit belebenden Gesundheitsangeboten setzt der Kurbetrieb alles daran, den erreichten Vorsprung für seine Gäste auch zukünftig zu halten.








